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  • AutorenbildValentina

Wie ich meine Streetwear officetauglich style

Seit einem halben Jahr arbeite ich nun in einem eher konservativen Büro, was kleidungstechnisch einen großen Kontrast zu meinem alten Büro darstellt und wodurch ich mich selbstverständlich völlig anders kleide. Zur Feier des neuen Jobs habe ich mir im vergangenen Jahr einige neue Business Teile gekauft. Die Schwierigkeit für mich war, meine Streetwear Kleidung officetauglich zu stylen. Heute möchte ich mit euch teilen, was ich mir im vergangenen halben Jahr dafür angewöhnt und ausprobiert habe.


Eine Sache, die ich mir selber erst einmal beibringen musste ist, dass Business Wear nicht farblos und trist sein muss. Nur weil ein Blazer knallblau, dunkellila oder sonnenblumengelb ist, ist er nicht weniger ein Blazer und eine Chino Hose ist nicht weniger elegant oder "ordentlich" nur weil sie tannengrün oder hellrosa ist.


Auch in diesem Zusammenhang zählt: die Dosis macht das Gift. Und damit meine ich nicht, dass jedes Outfit nur einen Pop of Color haben darf, es können auch alle Kleidungsstücke eines Looks in satten Farben sein. Es geht eher darum, wie man es trägt und vor allem, wie das Gesamtbild aussieht. Ein Outfit kann sehr wohl Frische und Freude ausstrahlen, ohne unseriös zu wirken. Auch Prints oder Glitzer sind okay, wenn es man richtig einsetzt. Diese zwei Outfits vom Sommer zeigen das für meinen Geschmack sehr gut: das Snakeprint Croptop wirkt in Kombination mit dem Blazer und der fließenden Hose nicht aufdringlich oder wild und eine mintfarbene Hose mit einem orangenen Ledergürtel und dazu Sneaker, die diese Farben widerspiegeln gehen vollkommen klar, weil alles in allem nicht aus der Reihe tanzt. Die Hose ist ordentlich, das Shirt ist neutral und die Sneaker sind gepflegt genug, um im Office getragen zu werden.



In den vergangenen Wochen habe ich mich auch hin und wieder weihnachtlich angezogen. Natürlich kann und muss das nicht immer der klassische Weihnachtspullover sein. Ich Habe zum Beispiel einen roten Strickpullover mit einer schwarten Chino Hose und einem schönen Smoking-Blazer kombiniert. Offensichtlich weihnachtlich aber immer noch formell. Wichtig ist mir dabei gewesen, dass ich nicht verkleidet oder lächerlich aussehe. Also keine Rentier-Haarreifen oder Elfen-Stiefel, sondern festliche Farben und Kleidungsstücke zusammen mit klassischen Business-Pieces.



Die Zeit der Schichtenlooks ist ideal, um alle Teile aus dem Kleiderschrank gleichermaßen zu tragen. Ich habe zum Beispiel im Herbst viele cropped Sweater zur Arbeit getragen. Diesen kurzen rosa Pullover habe ich dabei einfach über ein klassisches weißes Hemd angezogen, dazu eine dunkle karierte Slacks und meine Lederloafer. Mit dem Hemd verdecke ich einerseits den Bauch, der durch das kurz geschnittene Oberteil frei wäre und gleichzeitig style ich den Pullover mit dem Hemd auf, sodass ich wieder förmlich genug für das Büro bin.



Das gleiche geht natürlich auch mit Kleider, die zu Streetwear sind, um alleine im Büro getragen zu werden. Unter dieses knielange Jerseykleid habe ich das gleiche Hemd drunter gezogen, sodass die Schultern und der Ausschnitt verdeckt sind und das förmliche im Look enthalten ist. Der Gürtel wertet das ganze noch etwas auf und macht den Look stylischer. Dazu wieder klassische schwarze Loafer.


Mir fällt es leicht, tolle Outfits zu kombinieren, wenn ich mal im Flow bin. Fühle ich mich 10 Tage lang richtig gut in meinen Outfits und denke ich mir beim Anblick selber, das sieht echt gut aus, dann geht es auch in den nächsten Tagen so weiter. Bin ich mal in einer Tiefphase, sodass mir nichts gefällt und ich mich auch in nichts so wirklich wohl fühle, geht das so weiter, bis ich nicht mal wieder richtig inspiriert bin. Jetzt kann man sich natürlich auch sagen, wer muss denn gut bzw. stylisch aussehen auf Arbeit, aber es ist das, was mir Spaß macht und es bereit mir einfach gute Laune. Am besten komme ich aus so einer Downphase wieder raus, wenn ich einfach mal alle Kleidungsstücke, die ich gerne mal wieder tragen wollen würde bzw. die jetzt zur Jahreszeit passen aus dem Schrank hole und wild anprobiere. So sehe ich gleich, was wie kombiniert aussieht und was davon ich auch tragen möchte. Und wie immer gilt: probieren geht über studieren. Also ran an die Kleiderschränke und kombiniert eure Outfits!


XX Valentina




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