• Valentina

Life Update Oktober

Oktober - Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergangen ist. Unsere große kirchliche Hochzeit liegt hinter uns und der Herbst steht vor der Tür, es gibt also genug Gesprächsstoff für diesen Beitrag!


Die Temperaturen sind von heute auf morgen extrem gefallen und wir haben von einem trockenen, heißen und langen Sommer verabschiedet. Ich freue mich sehr auf die ganzen herbstlichen Outfits in den nächsten Wochen und die Veränderung, die eine neue Jahreszeit so mit sich bringt. Vor einigen Tagen stand ich wieder stundenlang in der Küche und habe gebacken. Beim Einkaufen habe ich auch 2 weihnachtliche Kuchenglasuren gekauft und freue mich extrem darauf, wieder mehr Zeit in der Küche zu verbringen.


Schon in den ersten Tagen nach der Hochzeit habe ich gemerkt, wie viel mehr Freizeit ich habe. Mein Jobwechsel im Juli war schon eine große Umstellung und durch die vielen To-Do's, die sich durch unsere große Feier ergeben haben, blieb da meistens nicht viel vom Tag übrig. Sport habe ich so gut wie gar nicht mehr gemacht und für alle anderen Freizeitaktivitäten blieb sowieso kaum Zeit. Jetzt wo dieser große Teil meines Alltags wegfällt merke ich, wie viel Zeit einem doch nach der Arbeit bleibt und vor allem kann ich meinen Arbeitsalltag mehr genießen. In den letzten Tagen habe ich erst richtig gemerkt, wie wohl ich mich in meinem neuen Job fühle und dass ich definitiv die richtige Entscheidung getroffen habe als ich die Stelle angenommen habe.


Kommen wir aber nun zum wahrscheinlich spannendsten Teil dieses Beitrags: unsere kirchliche Hochzeit vor 2 Wochen.


Die Tage vor der Hochzeit waren wirklich aufregend. Mir ist eine Woche vor unserem großen Tag eingefallen, dass ich vielleicht doch zum Friseur gehen sollte, was natürlich eine Herculesaufgabe war, denn in der Nähe gab es niemanden, der mich so kurzfristig für einen Schnitt und Strähnchen aufnehmen konnte. Auch die Friseure meines Vertrauens bei meinen Eltern hatten keine Zeit bis auf ein kleines Zeitfenster am Samstag vor der Hochzeit. Weil ich aber durch einen Notfall mit meiner Mutter beim Zahnarzt etwas später zur Abholung meines Brautkleides kam und auch dort länger war als erwartet, weil am Kleid doch noch etwas geändert werden musste, hat es nur noch für einen Schnitt und eine Abmattierung gereicht. Das war am Ende aber gar nicht so schlimm, weil mir meine Haare so dann richtig gut gefallen haben.

Der Samstag vor der Hochzeit war echt stressig, weil ich vom Zahnarzt (weil ich Mamas Taxi war) zu dem Geschäft musste, wo ich Hubbys Fliege abholen sollte (die wurde erst dann geliefert und war nicht vorher abholbereit) und im Anschluss zum Brautgeschäft. Von dort aus bin ich direkt zum Friseur, dann zu meiner Trauzeugin, um ihr bei der Wahl des Kleides für unsere Hochzeit zu helfen, dann zu meinen Eltern, weil die Anstecker für unsere Gäste noch fertig gemacht werden mussten und dann auf eine Hochzeit. Von der Hochzeit bin ich zu einer Taufe gegangen und im Anschluss habe ich Hubby von seinem Junggesellenabschied abgeholt. Ich frage mich immer noch, wie ich das alles an einem Tag unter einen Hut bringen konnte aber der ganze Stress bzw. die vielen To-Do's in den Tagen davor haben mir keine Zeit gelassen aufgeregt zu sein.




Am Dienstag vor der Hochzeit mussten wir noch nach Karlsruhe fahren um zur Beichte zu gehen, was uns der Pfarrer am Sonntag davor in der Kirche nicht hat machen lassen (bis heute weiß keiner warum).


Der Donnerstag vor der Hochzeit war für uns beide der letzte Arbeitstag. Ich bin deutlich früher heim gekommen und habe den Ballon mit dem Strumpfband vom Deko-Geschäft abgeholt und Zuhause unsere Taschen gepackt, sodass wir zu unseren Eltern fahren konnten, nachdem Hubby Feierabend hatte. Bei meinen Eltern haben wir dann noch etwas Zeit mit meinen Freunden verbracht, die zu Besuch gekommen sind und haben noch ein paar Kleinigkeiten besprochen, uns um das Wetter sorgen gemacht und gemeinsam die Vorfreude genossen.



Einen Tag vor der Hochzeit waren wir alle etwas neben der Spur. Keiner wusste so richtig, was er machen soll obwohl es 1000 Dinge zu erledigen gab. Ich kann nur von Glück sprechen, so viele helfende Hände um mich gehabt zu haben, denn ohne diese ganzen Leute hätten wir es niemals geschafft, alles vorzubereiten.

Wir sind zu siebt in die Kirche gefahren, um diese zu schmücken und im Anschluss sind wir mit 4 vollbeladenen Autos zur Location gefahren, um Deko und Torten abzugeben. Zuhause haben meine Eltern währenddessen das Zelt für die Brautabholung aufgebaut, die Wohnung geputzt und alles fertig gemacht, damit wir eine so große Anzahl an Gästen empfangen können.




Nachdem meine Freundinnen und ich dazu gekommen sind, haben wir uns erstmal an die Arbeit gemacht, 45 Ballons für die Ballongirlande aufzublasen, während wir alle todeshungrig auf die bestellte Pizza gewartet haben.



Wir haben gar nicht gemerkt, wie spät es geworden ist, als wir dann aus der Wohnung in den Garten gegangen sind um im Zelt alles zu dekorieren. Nachdem auch das geschafft war ging der übelste Platzregen aller Zeiten los. Es war schon wirklich witzig uns 10 Mädels zu sehen, wie sich keiner aus dem Zelt traut in dem Wissen, dass wir bis zur Haustür komplett durchnässt werden aber gleichzeitig fix und fertig sind und nichts mehr zu tun haben.


Nachdem wir mit Regenschirmen ausgerüstet wurden und es trocken in die Wohnung geschafft haben, hat sich meine Trauzeugin daran gemacht, meine Finger- und Fußnägel für den Hochzeitstag fertig zu machen. Und noch während meine Finger in der UV-Lampe hingen, klingelten die ersten Gäste. Innerhalb von 20 Minuten war das Wohnzimmer voll mit Leuten, die aus Kroatien angereist sind und den Tag vor der Hochzeit schon mit uns verbringen wollten.



Ihr könnt euch sicherlich denken, dass ich nicht schlafen konnte. Ich lag ewig wach im Bett, habe Candy Crush gespielt und dabei einen brillianten Einfall gehabt, an welchem Ort wir unser Hochzeitsshooting machen können, wenn es regen sollte.


Irgendwann habe ich dann doch in den Schlaf gefunden...


Über die Hochzeit werde ich noch ganz ausführlich berichten, wenn die Bilder vom Fotografen fertig sind. Ich kann euch aber schon vorab sagen, dass der Tag einfach unvergesslich und perfekt war. Es lief alles reibungslos, kein Wind und kein Regen hat uns etwas anhaben können und die Stimmung war wirklich konstant auf dem Maximum. Ich konnte den ganzen Tag genießen und im Gegensatz zu aller Vorwarnung ist er nicht wie im Flug an mir vorbeigegangen.



Und weil es so gut war, haben wir eine Woche später bei meinen Eltern eine kleine Afterparty mit den engsten Freunden gefeiert!


XX Valentina