• Valentina

Fitness Watch - warum Du eine kaufen solltest

Dass ich meine Apple Watch liebe, ist kein Geheimnis. Seit Januar trage ich die kleine Smart Watch von Apple an meinem linken Handgelenk voller Stolz und habe dadurch einen Motivationscoach an meiner Seite. Egal ob Du wie ich, ein begeisterter Sportler bist, oder doch eher zu den Leuten gehörst, die sich zum Sport zwingen müssen, ich bin mir sicher, dass ein guter Fitness Tracker dich motivieren wird.


Ich muss zugeben, dass ich erstmal kein großer App der Apple Watch war. Meiner unwissenden Meinung nach, war sie einfach zu teuer für eine Uhr, die meinen Kalorienverbrauch trackt. Abgesehen davon, reizten mich Möglichkeiten wie Nachrichten schreiben, Telefonieren und Musik abspielen nicht.


Im September 2019 habe ich die Fitbit Charge 4 privat zum testen bekommen und war eigentlich zufrieden. Mir ist zwar aufgefallen, dass ich am Ende jeden Tages über 22 000 Schritte hatte aber ich hielt es für realistisch, da ich vor dem ersten Lockdown in einem großen Büro gearbeitet habe und neben langen Wegen während der Arbeit innerhalb des Gebäudes auch oft zu Fuß nach der Arbeit heim bin, statt die Bahn zu nehmen und grundsätzlich viel Sport gemacht hab. Ich habe aber auch gemerkt, dass die Uhr einen Schritt trackt, sobald ich die Hand zum trinken geneigt, habe aber ich habe daraus keine so große Sache gemacht, weil der Preisunterschied zur Apple Watch einfach groß war und ich es nicht für so gravierend hielt, als dass ein paar falsch getrackte Schritte eine Auswirkung auf meine Tagesergebnisse haben könnten. Nach einigen Monaten habe ich sie dann wieder abgegeben, mit dem Entschluss: ist zwar cool aber nicht nötig.

Im Januar 2021 habe ich dann die Apple Watch Series 5, auch wieder privat, zum testen bekommen. Und diesmal nicht zurück gegeben. Nachdem ich meine Daten wie Gewicht, Alter und Größe eingegeben habe, konnte ich ein tägliches Steh-, Trainings- und Bewegungsziel festlegen. Da ich körperlich wieder aktiver werden wollte, habe ich das Bewegungsziel auf 750 kcal gesetzt, das Trainingsziel auf 30 Minuten und das Stehziel auf die vorgegebenen 12 Stunden.

Zugegeben, mein tägliches Bewegungsziel liegt inzwischen bei 700 kcal, weil die 750 kcal während dem Home Office kaum zu schaffen sind. Dafür muss ich wirklich vor und nach der Arbeit durchgehend aktiv sein, was dafür gesorgt hat, dass ich keine Sekunde entspannen und sitzen konnte, da ich sonst nicht geschafft hätte, den Ring zu schließen.

Mit meinem aktuellen Ziel komme ich wirklich gut zurecht. Ich bewege mich viel „nebenbei“ also während dem Haushalt, beim duschen oder durch andere kleine, unbedeutend erscheinende, Handgriffe. Mein Stehziel erreiche ich jeden Tag zu mehr als 100% und den Trainingsring auch. Eine Zeit lang habe ich mich wirklich davon stressen lassen, was auf dieser Uhr steht, doch inzwischen sehe ich es als eine Art Unterstützung für meine Ziele. Ich möchte körperlich aktiv sein und ich liebe es, mich viel zu bewegen und Sport zu machen. Die Uhr unterstützt mich dahingehend, dass ich einen genauen Überblick darüber habe, wie viel ich heute schon geschafft habe und wie viel noch vor mir liegt. Außerdem erhalte ich Meldungen, die mir sagen, dass es Zeit ist aufzustehen (also vom Stuhl, nicht aus dem Bett) und ob ich zu dieser Tageszeit eher viel oder eher wenig für mein Ziel getan habe. Außerdem erhalte ich genaue Werte zu meinem Training im Bezug auf Trainingszeit, verbrannte Kalorien und maximalem Puls.

Dazu kommt ein wöchentlicher Überblick jeden Montag, wie oft ich meine Ziele überschritten bzw. erreicht habe und wenn ich meine Werte über einen längeren Zeitraum häufiger unter- oder überschreite, kommt eine neue Empfehlung für den Bewegungswert.

Jeden Monat gibt es auch eine individuelle Challenge. So soll ich beispielsweise im August 23 300 Kalorien verbrennen. Im Juli habe ich 22 785 Kalorien erreicht und somit sollen die 23 300 eine Herausforderung für mich sein. Und diese Herausforderungen wirken! Da meine Aktivität im Juni eher mager war, war es im Juli meine Herausforderung, alle Ringe 18x zu schlißen. Vorerst hielt ich das für kein Problem, nachdem ich aber eine Woche krank war und in der Woche davor auch eher weniger aktiv, hab ich gemerkt, dass ich knapp wird, wenn ich nicht jeden Tag reinhaue. Und so hab ich mich Ende Juli wieder hochgeboxt und bin wieder dabei, meine Ringe täglich zu schließen.



Diese Challenge habe ich nicht gewonnen, da 23 300 Kcal einen Tageswert von 752 Kcal bedeuten würden. Die letzte Augustwoche war ich schon im Urlaub und dort hatte ich die Uhr nicht dabei. Um das Ziel in 3 Wochen trotzdem zu erreichen, hätte ich täglich 1110 Kcal verbrennen müssen. Für so einen hohen Wert fehlt mir zum einen die Zeit und zum zweiten die Aktivität während der Arbeit. Ich sitze tatsächlich 7,5 Stunden und stehe nur für Kaffee, Wasser und Toilettengänge auf. Hier ist also nicht so viel Bewegung drin.





Natürlich habe ich versucht dem Ziel trotzdem so nah wie möglich zu kommen, aber ich lasse mich trotzdem nicht beunruhigen, wenn ich die Werte nicht erreiche. Ich gebe mir Mühe, mein aktuelles Tagesziel jeden Tag zu übertreffen und schaue mir an, was ich erreicht habe. Die Uhr spornt mich an, jeden Tag erneut etwas für mich zu tun. Manchmal bin ich genervt, wenn ich sehe, dass ich um 16:30 nur ganz wenig erreicht hab aber ich schlafe jeden Abend besser, wenn ich mich dafür gleich an die Arbeit mache und mit intensiven Workouts schnell viele Kalorien verbrenne. Außerdem sehe ich die Anzahl der verbrannten Kalorien nach jeder Hausarbeit, wodurch es mir einfach nicht so schwer fällt, mich ans Bügeleisen zu stellen oder den Boden zu wischen.


Grundsätzlich möchte ich aber sagen, dass die Uhr ein super Begleiter durch den Alltag ist, wenn man seine körperliche Aktivität im Blick behalten möchte. Es gibt so viele unterschiedliche Sportarten, die man tracken kann, sodass wirklich jeder die perfekte Aufzeichnung für ein Workout hat und man kann sich Trainingsziele festlegen, sodass man das Training erst dann beendet, wenn man den Zielwert erreicht hat. So kann man sich selber ohne zu mogeln dazu bringen, seine Leistung zu steigern.


Einen negativen Aspekt habe ich aber: wenn ein gewisser Schwellenwert erreicht ist, trackt die Uhr Trainingszeit. So war ich beispielsweise vor einigen Tagen im Europapark und während jeder Achterbahnfahrt hat die Uhr Trainingszeit aufgezeichnet. So ist es auch im Alltag, wenn ich mal die Treppen hoch laufe oder schnell gehe. Dadurch füllt sich mein Trainingsring an manchen Tagen während Hausarbeit oder einem kurzen Gang in den Keller, was dafür sorgt, dass ich mich manchmal auf dem erreichten Ziel ausruhe, ohne wirklich ein Workout gemacht zu haben. Natürlich macht die Uhr hier nichts falsch, aber ich fände es persönlich besser, wenn nur dann Training getrackt wird, wenn ich es auch starte. Das ist aber auch meckern auf hohem Niveau.


Eine gute Fitness Watch mit genauen Messergebnissen und kleinen Remindern kann meiner Meinung nach jeden motivieren. Wer hin und wieder kleine Anstöße braucht und von Daten und Fakten zum Weitermachen motiviert wird, wird mit der Apple Watch auf jeden Fall glücklich. Im Nachhinein würde ich mich vom Preis auch nicht mehr abschrecken lassen, da die Funktionen und die Genauigkeit der Uhr diesen vollkommen rechtfertigen. Wem es auch nicht unbedingt um die neusten Funktionen geht, kann sich auch einfach eines der älteren und somit günstigeren Modelle kaufen. Für die Uhr gibt es auch unzählige coole Wechselarmbänder, sodass man sie auch casual kombinieren kann.


Jetzt würde mich aber noch interessieren, ob du einen Tracker hast und wenn nicht, ob du es in Erwägung ziehst.


XX Valentina

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